Leben in wachsenden Ringen
Immer wieder aufstehen
Ein Leben in wachsenden Ringen
Folgenden Text habe ich an Weihnachten 2025 geschrieben.
Heute, am 2. Januar, ist er noch genauso wahr.
Ja, was schreibt man zu Weihnachten, wenn man mit Tränen beim Morgencappu sitzt … und so tief berührt ist – zwar so richtig, es fließt gerade …
Erinnerung
Wann habe ich meinen 1. Frauenkreis geleitet – ganz genau weiß ich es nicht mehr, aber es muss vor 40 Jahren gewesen sein …
Meine Güte, so alt bin ich schon und fühle mich immer noch wie Pippi Langstrumpf – vor allem, wenn ich mit Mara – meiner zauberhaften 3-jährigen Enkelin – Pferd und Reiter spiel, wo immer wir gerade sind – z.B. mitten auf dem Darmstädter Weihnachtsmarkt. Irgendwie fallen wir immer auf 😅
Ja, was möchte eigentlich gerade geschrieben werden …
Mein Leben fing so gar nicht „lecker“ an und ging auch nicht wirklich „lecker“ weiter …
Mit meiner Geburt von meiner Mama getrennt zu werden, von den Großeltern erneut nicht gewollt und dann 8 Monate im Kinderheim – das ist so gar nicht das, was ein Neugeborenes bzw. Baby braucht.
Gerade jetzt mit Mara und meiner Altersweisheit – lach – bzw. frei von Mama-Verantwortung, sehe und spüre ich so tief in meinem Herzen, wie zart ein kleines Mädchen ist. So wichtig, dass sie mich immer im Blick hat, so wichtig meine wertschätzenden Worte, mein liebender Blick und so wichtig, dass Mama und Papa immer bedingungslos da sind.
So tief berührt es mich zu sehen, wie mein Sohn seinem Engel zeigt, wie wundervoll und einzigartig sie ist. Er ist Maras Held.
Und wie viele von uns haben genau das nie erlebt – einen Papa als Held, eine Mama, die hält, Eltern, die uns lieben – so wie wir sind …
Wie tief und nachhaltig mein Beginn des Lebens mich geprägt hat, wird heute durch das Erleben mit Mara noch tiefer greifbar und verstehbar. So entsteht noch mehr Mitgefühl und liebevolle Zuneigung für meine vermeintlichen „Schwächen.“ Ja, es geht immer noch mehr..
Warum schreibe ich dir das?
Weil es manchmal dauert – ja, auch 60 Jahre und mehr – bis wir umfänglich begreifen, verstehen und uns selbst mit noch mehr Liebe sehen und begegnen.
Mir geht es so – und ich möchte dich ermutigen, nie aufzuhören. Denn ich begreife, verstehe und liebe jeden Tag ein Stück mehr und tiefer – **ES HÖRT NIE AUF.**
Daher gib **BITTE** nie auf – auch nicht in deinen dunkelsten Nächten.
Vielleicht haderst du manchmal mit dir, verstehst nichts von dem, was du gerade tust, obwohl du weißt, dass es gerade blöd ist – **so what…**
Das ist okay.
Du bist okay.
Auch du hast eine gelebte Geschichte – und nicht alle Kapitel waren „lecker“.
Doch deine Geschichte hat dich genau dorthin geführt, wo du heute bist!
Bleib in Zuneigung und Mitgefühl für dich und dein kleines Mädchen – deinen kleinen Jungen.
Sie/er braucht das so sehr – mehr als alles andere …
Und nach so vielen Jahren im Leben – als Frau, Mama, Großmama, Liebende, Partnerin, Freundin, Therapeutin, Heilerin, Trauerbegleiterin, alte Weise, Schamanin, Steinefrau, Tänzerin, Pippi Langstrumpf, Alles-hinkriegende, Technik-Herausforderungsmeisterin, Organisatorin, Trauerbegleiterin – so stark und mutig bin – aber auch so zart und zerbrechlich – man sollte es nicht glauben ;)). Und besonders für den zarten und zerbrechlichen Teil habe ich so lange gebraucht, um ihn überhaupt anzuschauen, geschweige denn zuzulassen. Und ich gebe zu: Das ist immer noch nicht meine Kern-Kompetenz … 😉
Vielleicht ist das meine Botschaft.
Eine meiner wundervollen Frauen schrieb mir vor einigen Tagen:
„Du machst deine Arbeit mit Begeisterung.
Und dann machst du vielleicht unbewusst manchmal zu viel!“
Wie man bei einer Widderfrau auf eine solche Idee kommen kann, ist mir ein Rätsel 😅
Recht hat sie. Doch seit ich vor 15 Jahren in einen heftigen Burnout gerutscht bin, höre ich rechtzeitig auf – okay… meistens 😉
Denn manchmal überdehne ich – nicht nur, weil ich es kann und weil ich ein Widderweib bin, sondern weil ich gelernt habe, dass es **nie genügt** …
Leben in wachsenden Ringen
Was meine ich damit?
Egal, was ich mache, wie sehr ich mich anstrenge – sie bleiben nicht …
Meine Mama – weg
Mein Papa – weg
Meine Oma – weg
Mein großer Bruder – weg
So ging es weiter – diese Erfahrung hat mich mein Leben lang begleitet.
Bis 1998, als mein Adoptivvater gegangen ist und ich in eine unsagbare Trauer gerutscht bin und nichts mehr verstanden habe.
Das war der Beginn – der Wandel – das Begreifen meines Werden.
Die Ausbildung, meine Begegnung und Auseinandersetzung mit Verlust und tiefen traumatischen Bindungsverletzungen …
Und nun weißt du,
warum ich **ALLES** gebe,
warum ich dich aus tiefstem Herzen verstehe und liebe – genau so, wie du bist und egal, was du tust.
Doch was auf jeden Fall geschehen ist:
**ICH BIN FÜR MICH DA.**
und: **ICH FOLGE MEINEM RUF.**
Und glaube mir: In 40 Jahren habe ich schon so oft mit dem Gedanken gespielt, alles hinzuschmeißen, und habe das ja auch einige Male getan – ABER ich komme immer wieder.
Von daher verstehe ich jeden, der aufhört, der seinen Abschied ankündigt, der seine Abschiedstournee macht und plötzlich wieder da ist.
Denn wir, die vorne stehen, stehen nicht dort ohne Grund.
Wir tragen viel – nicht nur uns selbst.
Es geht nicht darum, nicht hinzufallen, sondern immer wieder aufzustehen und erneuert daraus hervorzukommen. So ist das Leben ein Wandel in wachsenden Ringen.
Heute achte ich auf mich, denn es ist nicht mehr unbewusst – und das ist der entscheidende Punkt. Wir haben unsere Schatten- und Lichtseiten und wir dürfen wachsen, uns ent-wickeln, doch wir dürfen alles leben und sein.
Bleibe in Zuneigung und Mitgefühl …
Alles, was du gerade bist, alles, was du gerade tust, ist getragen von deiner Geschichte – und daran kann niemals etwas falsch sein.
Erlaube dir zu verändern, was du verändern möchtest und kannst.
Doch verurteile dich **NIEMALS** selbst.
Glaube mir, das hilft nicht – ich habe das früher so oft getan.
Das führt nirgendwo hin, außer in Burnout, Depression oder Krankheit.
Einige meiner Lieben haben aufgrund dessen ihren Körper bereits verlassen.
Lege deinen Samen für 2026
Geht es wirklich um – immer noch mehr, noch besser… oder setzt uns das nicht noch mehr unter Druck – und welche verwundeten Anteile werde dabei weiterhin übersehen.
Still werden
Bewusst SEIN
Atmen – zwischen den Tönen
Eine leise Berührung
Ein liebevoller Blick
Ein Lächeln
… für andere und für DICH selbst!
Wunder geschehen
Im März 2026 darf ich das Oma-Wunder von Beginn an noch einmal erleben.
An dieser Stelle: DANKE an die besten Söhne der Welt, die mit mir durch dunkle und lichtvolle Zeiten gegangen sind – und das immer noch tun.
Danke auch an die Frauen, an deren Seite – N., die immer da ist und R. , die mir ihr Liebstes (ihre Tochter, vom 1. Lebenstag) anvertraut.
Danke an dich, liebe Leserin, Klientin, Kundin, Wegbegleiterin, tief Verbundene – ohne dich wäre ich schon längst nicht mehr hier.
Beschenkt. Berührt. Sanft.
Dankbar für mich und das Leben.
Namaste
Astrid
Übrigens schreibe ich dir hier live – ohne KI 😉
Deine Vision 2025
Tages Retreat
📅 31.01.202610. | 11:00 – 18:00 Uhr
💶 Ausgleich: € 160,- (zzgl. MwSt., ggf. MwSt.-befreit bei Heilleistung)
👉 Die Plätze sind bewusst begrenzt. Sichere dir rechtzeitig deinen Platz!




