Zeit noch einmal zurückzureisen_Teil 2
Zeitreise – Und Immer noch mittendrin
„Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt”
RUMI
Das, was ich heute mit dir teile, ist ein tragendes Element meiner Arbeit:
Du musst niemand werden. Du bist bereits.
Und es geht nicht darum, etwas bzw. dich zu optimieren, sondern das wegzunehmen,
was nicht (mehr) zu dir gehört.
Unsere Lebensreise braucht manchmal Heilungswege, manchmal Prozessarbeit, eine Familienaufstellung, eine Beratungs- oder Therapiesitzung, oder ein Lesen in deinem energetischen Feld. Und manchmal – braucht es einen Blick zurück.
Vielleicht erinnerst du dich: 2009 starb meine Adoptivmutter. Die Tür zu meinem Ort der Kindheit schloss sich damit, und ich war absolut sicher – dieses Kapitel ist abgeschlossen. Punkt.
– Doch es sollte anders kommen –
Ein ganz normaler Sommerabend – eine Einladung zu einem Grillabend bei Freunden
– und da sitzt Martina* neben mir – und erzählt mir von den Straßen meiner Kindheit,
nennt die Namen der Nachbarin, Frau Schmidt* von der Bankfiliale, der tote Friseur am Morgen im Schaufenster seines Ladens, der Bäcker Paul*
mit der besten Käsesahne der Welt. *Namen geändert
Und plötzlich war alles wieder da. Die Bilder, die Erinnerungen. Und je mehr ich zuhörte, desto mehr Erinnerungen und innere Bilder zeigten sich mir.
Okay: Dieses Kapitel ist zwar zu, aber ich jetzt möchte noch einmal zurückblättern. Zurückblättern zu den Zeugen und Orten meiner Geschichte, ab meinem 8.Lebensmonat.
Das ist nun einige Tage her, und doch bin ich immer noch in dieser Bubble, bewege mich zwischen dem Jetzt und meiner Geschichte.
Und das Jetzt bekommt eine andere Farbe.
Ich selbst – einen noch schärferen Blick. Klar. Ungetrübt. Pur.
Nur noch ein einsamer Apfelbaum
Ich weiß noch nicht, was mich tiefer bewegt hat:
die Straßen noch einmal zu gehen, die Wiesen, die im Winter unsere Schlitten geführt haben. Die Häuser, in denen ich bei den Nachbarn gespielt habe. Die Natur, in der wir Hütten gebaut haben, über verbotene Wehre geklettert sind, wild und ungesehen waren. Plätze, die mich genährt und gestärkt haben, waren alle außerhalb meines Elternhauses.
Mein Elternhaus steht nicht mehr, nur noch ein Apfelbaum von damals – einsam in einem Industriegelände, auf einem kleinen Stück Wiese. Das war für mich ein Sinnbild meines Kind-Sein. Lost inmitten von Menschen – fast vergessen – aber immer noch da.
Ein Schlösschen steht noch. Damals ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert mit vielen Türmchen, dunklen Kellern, in denen wir viel unbeaufsichtigete Kindheit verbracht haben, mit viel Spannung, viel Angst, viel Abenteuer, z.T. echt gruselig…
Diesen Tag mit einer Frau an meiner Seite zu erleben, die ebenso dort ihre Kindheit verbracht hat, 10 Jahre später als ich. Wir sind unsere Wege gegangen, haben Menschen getroffen, die uns erzählt haben. Je mehr wir gehört, gesprochen und gesehen haben, desto mehr Erinnerungen haben wir gefühlt. Wir haben uns alle Zeit der Welt gelassen.
Wie gesagt – Ich weiß nicht, was mich mehr berührt hat: diese Plätze zu besuchen, oder das Teilen unserer Geschichten. Beide „Seelenallein“. Ich hörte Martina* zu, und sie hörte mir zu. Es war ein Verstehen, ein Sein ohne Grenzen, ein Miteinander, wie ich es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt habe.
Es ging nie darum, wer die schmerzhaftere Geschichte hat, wer mehr zu erzählen hat und wer weniger. Sondern es war, als ob wir endlich jemanden gefunden haben, der bedingungslos zuhört und wirklich (alles) wissen will: Was ist geschehen? Wie ging es dir damals, und wie geht es dir heute? Unserer inneren Kinder wurden endlich gehört.
Gegen Abend haben wir noch die Gräber unserer Eltern besucht – ihre leiblichen, meine Adoptiveltern. Und dann war da so ein Gefühl: Unser Tag ist noch nicht fertig, wir können uns jetzt so nicht trennen…
So haben wir noch halt gemacht bei einem Italiener. Und es war, als ob die Kellner wüssten, dass wir nicht ungegestört sein brauchen. Unser Essen wurde gereicht, und wir wurden den ganzen Abend bis nach Mitternacht nicht mehr beachtet… bzw. nicht gestört. Als wir merkten, dass wir neben Kellner und Wirt die Einzigen sind, haben wir uns auf den Heimweg gemacht – um dann noch weitere fünfzig Minuten im Auto zu sitzen. Es war, als ob der Strom des Erzählens gar nicht aufhören wollte.
So oft habe ich meine Geschichte schon erzählt, aber…
Wie oft hatte ich meine Geschichte schon erzählt, und sie ihre vielleicht auch?
Doch dieses Mal war es anders.
Es geht nicht darum, etwas zu verändern.
Es geht nicht darum, etwas zu optimieren.
Es geht nicht darum dich zu erklären.
Es geht nicht darum, besser zu werden.
Es geht darum, dich zu erinnern, wer du wirklich und wahrhaftig bist.
Woher du kommst, zeigt dir wer du bist und den Weg, wohin du gehst.
Nie zuvor war ich so berührt von meiner eigenen Geschichte. Und so ging es uns beiden. So dankbar war ich für diese Geschichte – voller Schmerzen, voller Ängste, voller Traumatisierungen, voller Ausweglosigkeiten.
Auf dieser Reise habe ich beides gesehen: eben dieses, aber auch die Natur, die mich getragen hat, ohne die ich vielleicht nicht überlebt hätte.
Die Nachbarn, die einfach da waten und immer ein Essen für mich hatten.
Die Wiese zum Schlittenfahren.
Die versteckten Plätze im Wald und an den Ufern des Baches.
Aus Wunden werden Wunder, wenn du dich lässt…
Noch nie zuvor war ich so dankbar, das alles überlebt zu haben. Nicht, weil die äußeren Umstände so wunderbar waren, sondern weil ich wusste, dass es gut ausgeht. Nicht bewusst – aber ich wusste schon in meiner frühen Kindheit, dass in diesem System, in dem ich lebe, etwas nicht stimmt, und dass ich richtig bin.
Lange Jahre habe ich (an mir) gezweifelt, weil mir immer etwas anderes erzählt wurde, und ich spürte: Alles waren Lügen. Heute kann ich diese Lügen sehen. Was jetzt anders ist durch diese Reise: Ich weiß, was ich aus dieser Sch… gemacht habe – nämlich Gold.
Und natürlich habe ich, wie wir alle zu Beginn, die Flucht ergriffen, habe mir immer wieder ähnliche Erfahrungen (Menschen) in mein Leben geholt und meine Geschichte in Dauerschleife wiederholt. Nach jeder Schleife etwas abgearbeitet, die nächste Schleife, wieder etwas abgearbeitet. Ich kenne dieses Gefühl, das du auch kennst: Nicht schon wieder. Ich habe doch schon so viel gemacht, so viel geweint, so viel durchlitten. Ich weiß doch alles – und doch: „oh, das fühlt sich ja schon wieder so ein bisschen ähnlich an“
Zum ersten Mal habe ich wirklich diese Orte, Plätze und Menschen gesehen – und mich selbst darin: die Not der kleinen Astrid – völlig verloren und abhängig, die Dramen, die Kriege, die Alpträume in der Nacht, die Angst, nach Hause zu kommen, diese eine große Lüge und dieses Wissen: Da ist niemand, der mich hält.
So habe ich gelernt, mich sehr früh alleine zu halten, mich später niemandem wirklich anzuvertrauen. Und nun diese Reise zurück mit einer Seelenschwester zu machen, in einem bedingunslosen Vertrauen und anvertrauen. Unfassbar wertvoll!
Heute weiß ich: Nichts von dem, was jemals war, hat einen Hinweis darauf, dass ich irgendwie falsch sein könnte – obwohl es mir alle eingeredet haben. Ganz im Gegenteil. Heute glaube ich, ich war die einzig „richtige“ Person in diesem ganzen Schauspiel. Dies Spiel zu durchschauen, erfüllt mich mit Liebe – für alle Menschen, die meinen Weg begleitet und geführt haben, oft nicht ‚lecker’ geführt. Aber es waren die Menschen, die da waren.
All dieses Erleben hat mir gezeigt, wie wundervoll und einzigartig ich bin. Ja, mein Hellwissen wurde mir sehr früh abgewöhnt, und doch habe ich mir auch das wieder zurückgeholt.
Das, was ich heute bin, verdanke ich meiner Geschichte, den Menschen, die sie begleitet und geführt haben. Sie haben sie – aus heutiger Sicht – nicht immer richtig geführt, aber sie haben es so gemacht, wie sie es konnten und als richtig erachtet haben. Das respektiere ich. Und so habe auch ich meine Fehler gemacht im Erwachsensein, als Mutter, als Frau…
Heute stehe ich an einem Platz und verneige mich vor mir selbst. Denn aus so solch einer Geschichte hervorzugehen als die Frau, die ich heute bin – dafür fehlen mir die Worte. Eigentlich ist das unmöglich, und doch ist es mir gelungen.
Vertrauen – Bedingungslos
Das war der Abschluss unseres Abends. Wir haben uns angeschaut und gesagt:
Schau dir an, was du erlebt hast.
Schau dir an, wie allein du warst, wie abgelehnt, wie verlassen.
Schau, wo du heute stehst.
Schau deine Beziehungen an, deinen Beruf, deine Gabe.
Ja, aus Wunden werden Wunder, wenn du bereit bist, hinzuschauen, hinzufühlen und durch die Prozesse zu gehen – wenn du bereit bist dich zurückzuholen, anstatt dich weiterhin anzupassen, zu funktionieren, nur damit dich endlich da draußen jemand liebt oder toll findet. Das kann nicht der Weg sein.
Mein Weg ist es dich zu sehen: Wer bist du wirklich?
Ich zeige dir den Weg zurück zu dir, wer du wahrhaft bist.
Ohne Masken und Müssen, ohne Rollen, ohne Erwartungen.
Weil du einzigartig und wunderschön bist, genauso wie du bist.
Und damit du es selbst wieder fühlen kannst, nehmen wir das weg, was sie dir angezogen haben, was sie dir erzählt haben, und was einfach nicht stimmt. Dann gibt es DICH. Dann musst du nichts mehr optimieren, du musst niemandem gefallen.
Weil du dich dann erinnerst, ausatmest und dein Leben lebst – in Frieden und Vertrauen, in bedingungsloser Liebe und Freiheit.
Lebst du dein Leben oder träumst du dein Leben?
KliMeine Reisen führen mich zu dir und zu dem was dich bewegt. So hatte ich einen so klaren Impuls, der so sehr zu meiner Zeitreise passt
Lebst du dein Leben oder träumst du dein Leben?
Ich suche 9–12 Frauen für ein Forschungsprojekt.
Stell dir vor, dein Leben ist ein leeres Blatt – alles Bisherige zählt für einen Moment nicht.
Ein leeres Blatt.
Wer bin ich wirklich?
Was gehört wirklich zu mir?
Eine Reise zu dir.
Schreibe die Geschichte deines Lebens selbst.
Wann: 4.-6. September 2026
Wo: wird noch bekannt gegeben
Investition: 297 €
Plätze: 9-12 Frauen,
Aktuell sind noch einige Plätze frei.
Bewerbung bis: 31. Juli 2026
Bist du neugierieg auf dich?
Dann schreibe mir direkt: „Zeitreise“ – und 2-3 Sätze,
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